Achtung, Achtung! Jetzt kommen die Firekids

 

Die Feuerwehr Kümmersbruck gibt den Startschuss für eine neue Nachwuchsgruppe: 13 Mädchen und Buben sind ab sofort bei den Firekids.

 

 
Alle Kinder zusammen mit Feuerwehrverantwortlichen, Gemeindeverwaltung und FFW-Kreisführung.
Bild: von Klaus Högl
 

"Eins, eins, zwei" - die Notrufnummer kam von den 19 Kindern wie aus der Pistole geschossen, und damit war die allererste Prüfungsfrage praktisch erfolgreich beantwortet. Die 19 Mädchen und Buben, das sind die Firekids der FFW Kümmersbruck, seit Mittwoch stolze "Gelbwestenträger" und, wenn man so will, die Zukunftssicherung der Wehr.

 

Die Kinderfeuerwehr wurde ganz offiziell gegründet, mit dabei waren Bürgermeister Roland Strehl als ihr erster Chef sozusagen, die Spitzen der Kümmersbrucker Wehr mit Christopher Richter, Alwin Holzner und Jugendwart Daniel Pohl sowie die Feuerwehr aus dem Landkreis. Und wer weiß: Vielleicht haben ja Kreisbrandrat Fredi Weiß, Kreisbrandmeister Armin Daubenmerkl und Kreisbrandinspektor Hubert Blödt unter dem allerjüngsten Feuerwehrnachwuchs bereits einen Nachfolger begrüßt.

 

So weit ist es aber noch lange nicht. Die Firekids sind gerade mal sechs Jahre alt, kommen dann im Alter von zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr. Bis sie schließlich Feuerwehrmann geworden sind wird noch viel Wasser durch die Schläuche fließen. Die Gemeinde hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres den Startschuss gegeben. Florian Vogl ist für die Leitung zuständig, er hat die noch kurze Entstehungsgeschichte Revue passieren lassen und jetzt ging es mit Süßigkeiten und Wienerln rein ins Feuerwehrleben.

 

Bürgermeister Roland Strehl war mit einem Korb voll Leckereien im großen Jugendraum erschienen, und Kreisbrandrat Fredi Weiß sagte schon mal voraus wie es da so zugeht: "Wer Kindergeburtstage kennt, weiß auch, wie es nach den Gruppenstunden ausschaut." Aber mehr ist auch noch nicht geplant: Die Kinder sind eine Vorstufe zur Jugendfeuerwehr, es wird kein Feuerwehrdienst verlangt, sondern den Mädchen und Buben wird vielmehr spielerisch der Spaß an der Feuerwehr vermittelt und kindgerechte, aktive Brandschutzerziehung geleistet.

Florian Vogl ist in erster Linie zuständig für die Kinder, Antonia Schmidbauer und Alwin Holzner sind die Ausbilder/Betreuer. Die Feuerwehr, die ist für die Kinder schon immer hochinteressant. Zwölf Gruppenstunden im Jahr, Knoten- und Fahrzeugkunde, Basteln und der Besuch anderer Wehren zum Beispiel ist allemal sinnvoller als vor dem Internet zu sitzen, hieß es. Möglich gemacht hat die Einrichtung einer Kinderfeuerwehr letztlich die Novellierung des Bayerischen Feuerwehrgesetzes, wonach auch Kinder in Gruppen als Bestandteil der öffentlichen Einrichtung Feuerwehr möglich sind. So können jetzt Sprösslinge ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr in Kindergruppen der Freiwilligen Feuerwehr unter dem Dach der Gemeinde aufgenommen werden.

 

Bisher war es Feuerwehren nur möglich, Jugendliche nach Vollendung des zwölften Lebensjahres aufzunehmen. Das war sicherlich ein gewisser Nachteil im Vergleich mit anderen Vereinen, hieß es.

(Bericht und Bilder: Onetz- Klaus Högl)

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