Feuerwehrler rückten 88 Mal aus

Die FFW Kummersbrück blickt auf ihr einsatzreichstes Jahr überhaupt zurück. Es wurden 1354 Einsatzstunden geleistet.

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Kümmersbruck.Als wär’s ein Einsatz gewesen: Gewohnt präzise und schnell absolvierte die rund 450 Mitglieder starke FFW Kümmersbruck auch die Weichenstellung für die nächsten sechs Jahre. Die Kümmersbrucker Feuerwehr wählte in der Schloßwirtschaft unter gemeindlicher Führung von Hauptamtsleiter Wolfgang Roggenhofer ihre absolute Führungsspitze.

Rund 100 Feuerwehrkameraden/innen waren bei der Generalversammlung anwesend, um daneben die üblichen Rechenschaftsberichte der Kommandanten, Vorstände, Jugendabteilung und den Report des Kassiers zu hören. Kernpunkt waren die geheimen Wahlen: Christopher Richter steht dem Feuerwehrverein wieder vor, sein 2. Vorsitzender ist und bleibt Sebastian Gassner.

Wie gehabt also beim Vorstand, bei den beiden hauptverantwortlichen Kommandanten hat Daniel Pohl den nicht mehr antretenden 2. Kommandanten Wolfgang Rubenbauer abgelöst, während Alwin Holzner weiterhin 1. „Befehlshaber“ bleibt. Matthias Götz ist nach wie vor Schatzmeister, Thomas Walter Schriftführer. Alle wurden einstimmig gewählt, ein Beleg für die Geschlossenheit in der Gruppe.

Zu sagen, die Kümmersbrucker Wehr war mit Feuereifer bei der Sache, ist nicht verkehrt: Immerhin hatten sie, bezogen auf die 88 Einsätze im Jahr 2018, das „einsatzreichste Jahr überhaupt zu leisten“ , sagte Christopher Richter beim Rückblick. „Ihr seid an die Belastungsgrenze gegangen“, bekundete auch der 1. Bürgermeister Roland Strehl: „Das ging schon an die Substanz“, sagte er, wobei insbesondere die Sturm – und Wasserschäden viel Engagement gefordert haben.

„Ich habe keinen gehört, der sich über die vielen Einsätze beschwert hätte“, lobte Strehl die Einstellung. Die Gemeinde stünde laut Bürgermeister stets zu ihren drei Wehren, die in der Summe im Jahr 2018 rund 200 Einsätze zu verzeichnen gehabt hätten. Etwa 200 000 Euro „ungedeckte Kosten“ habe die Gemeinde in 2018 für die drei Wehren investiert.

Die Mannschaft passt, sie ist laut KBI Hubert Blödt auch der „wichtigste, weil unverzichtbarer Teil der Wehr“. Dass deren „Einsatz im Ehrenamt nicht so selbstverständlich ist“, hob Fraktionssprecher Markus Graf (CSU) hervor. Die einstimmig ausgefallenen Wahlen waren für Fraktionssprecher Werner Cermak „Zeichen des großen Vertrauens in die Führung“. Die Vereinsschatulle weist derzeit zwar ein Minus aus, sagte Kassier Matthias Götz, das jedoch sei kein Grund zur Sorge. Immerhin habe man 19 000 Euro in einen neuen Mannschaftstransportwagens gesteckt.

19 Kinder in der Ausbildung

Die Jugendarbeit hat nach wie vor einen ganz hohen Stellenwert, das neue Funktionsgebäude leistet da, auch in Bezug auf die neu gegründete Kinderwehr; große Dienste. Jugendwart Daniel Pohl hatte mit seinen Jugendlichen 65 Übungen beziehungsweise Treffen abgehalten. Besonders fortbildend war eine 24-Stunden-Übung, 12 Jugendliche haben Abzeichen abgelegt und einen Wissenstest absolviert. Florian Vogl betreut die Kinderfeuerwehr, sie umfasst 19 Kinder zur Ausbildung. „Mehr Kinder geht aber auch nicht, um eine sinnvolle Ausbildung zu gewährleisten“, sagt Vogl. Die Jugendarbeit beschränkt sich derzeit auf Gruppen- und Schnupperstunden.

Gemeinschaft schweißt zusammen: Neben der Arbeit gilt es auch eine ganze Reihe von gesellschaftlichen Veranstaltungen zu organisieren. Palm Beach, Kanufahrt, Landkreis Zeltlager, aber auch wieder eine 24-Stunden-Übung stehen auf dem Plan der Jugend.

Angebot für Zusammenhalt

Dass es neben Feuer auch Feier gibt, das gehört wohl bei einer Feuerwehr zusammen. Die Kümmersbrucker haben für 2019 von der Wanderung, über das Bockbierfest so ziemlich alles im Angebot, was dem Zusammenhalt und der Kameradschaft dient.

Die Freiwillige Feuerwehr Kümmersbruck hatte im Jahr 2018 insgesamt 446 Mitglieder, davon 58 aktive, von denen wiederum 20 Atemschutzgeräteträger sind. Die Aktiven hatten 88 Einsätze zu bewältigen, berichtete Kommandant Alwin Holzer. Diese teilten sich auf in 62 Technische Hilfeleistungen, zwölf Brände, vier Sicherheitswachen, acht „sonstige“ Einsätze und zwei ABC Einsätze.

Insgesamt wurden 1354 Einsatzstunden geleistet. Dazu kamen 60 Übungen. 19 Personen wurden neu in die Wehr aufgenommen, davon 14 jugendliche Mitglieder.

Kommandant Alwin Holzer erinnerte daneben an die Schaumtrainerausbildung und das Leistungsabzeichen Technische Hilfeleistung, das insgesamt drei Gruppen ablegten. Ferner sicherte die Feuerwehr die Bittgänge ab und kümmerte sich um die Beschaffung eines neuen Mannschaftstransportwagens.

Der Kommandant hob besonders heraus, dass am 1. Oktober 2018 eine Kinderfeuerwehr gegründet wurde, der jetzt bereits 19 Kinder angehören.

Mit Johannes Engelhard und Maximilian Lotter hat die FFW Kümmersbruck zwei neue Fahrer (Führerschein Klasse CE), zudem wurde ein neuer Nasssauger angeschafft.

Quelle: Mittelbayerische, Klaus Högl.

Bild: Daniel Müller

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